Unsere Person der Woche ist der große deutsche Aufklärer, Denker und Philosoph Immanuel Kant (1724 bis 1804). Sein bekanntestes Werk, „Die Kritik der reinen Vernunft“ ist auch nach 240 Jahren DIE Grundlage aller wissenschaftlichen Betrachtungen zum menschlichen Urteilsvermögen. Ebenso populär ist sein „kategorischer Imperativ“:

„Handle so, daß die Maxime deines Willens jederzeit zugleich als Prinzip einer allgemeinen Gesetzgebung gelten könne.“

Kants´ Wirken war bestimmt von seinen Überlegungen zu Triebfedern des Handelns, dem „guten Willen“, der damit konkurrierenden Vernunft und die Auswirkungen auf Ethik und Moral. Dieser große Denker wird gern zitiert – anscheinend aber nicht mehr umfassend verstanden, auch nicht von den Intellektuellen und „guten“  Menschen, die eine Moral als Maxime des Willens sehen wollen und Vernunft nicht mehr zulassen.

Wie würde ein Kant die populäre „Refugees welcome“ wohl betrachten? Seiner Lehre folgend so: Ist das wirklich ein moralisches Ziel oder dient es nur der Befriedigung von Bedürfnissen derer, die es formulieren? Das dürfte bezweifelt werden, so ist Flucht ein Milliardengeschäft und stützt das Ego derer, die sie fördern. Kann man diese Moral wirklich allgemeines Gesetz werden lassen, also Flucht nach Deutschland wirklich JEDEM ermöglichen? Die Antwort auf die Frage ist simpel nein, denn hier steht klar die Vernunft im Weg.

Tatsächlich beruhten sehr viele Gesetze auf den Denkmustern Kants, immer die Frage stellend ob man etwas „Gutes“ zu einer generellen Regel machen kann, ohne dabei die gesetzten Grenzen der Vernunft zu verletzen. Leider haben wir es verlernt, auf das zu vertrauen, das wir seit langem dank Kant wissen:

Recht und Gerechtigkeit sind Geschwister, aber keine Zwillinge. Moral und Gesetz können nur selten dasselbe sein.

Vergessen wir diesen Mann also nicht, wir brauchen seine Lehren dringender denn je.