Die Medien, allen voran ZDF und Tagesschau, überschlagen sich ob des Urteils im George-Flyod-Prozess, ich erlaube mir eine Meinung dazu:

Es ist unzweifelhaft, dass erst der kriminelle Background des Opfers zu einer Polizeiaktion führte, ebenso leistete Floyd anfangs Widerstand und stand unter Drogen. Ebenso unzweifelhaft ist es aber, dass er bereits kurz nach dem Brechen des Widerstands durch einen Fixierungsgriff keinen Widerstand mehr geleistet hat und für das halbe Dutzend Beamte wohl keine Gefahr mehr darstellte.

Ich vertrete die simple Ansicht, dass ein falsches Verhalten nicht zwangsläufig ein fortgesetztes falsches Verhalten gerade von mit Gewaltmonopol ausgestatteten Polizisten nach sich ziehen darf. Schon gar nicht mit tödlichem Ausgang.

Wer dieser Logik nicht folgen kann, sollte sich über zu hartes Durchgreifen der Polizei gegen Querdenker auf Demos nicht echauffieren. Aus dieser Sicht kann ich den Urteilsspruch nachvollziehen – aber:

Ich sehe nicht, dass mit dem Urteil Rassismus als Wurzel von Polizeigewalt feststeht. Das sehen aber Medien und teils irre argumentierende Anti-Rassisten so. Dazu ein guter Artikel der SZ, die sicher nicht in Verdacht stehen sollte, rechtsrassistische Stereotype zu bedienen.

https://www.sueddeutsche.de/wissen/statistik-polizeigewalt-usa-1.4539355

Der Anteil tödlicher Zwischenfälle zwischen farbigen Tätern und (farbigen) Polizisten entspricht ziemlich genau der deutlich häufigeren Verwicklung schwarzer Amerikaner in Kriminalität. Schwarze Polizisten greifen gar etwas häufiger zur Waffe als ihre weißen Kollegen, sollte das Rassismus sein, dann scheint es eine neue Art von Rassismus zu sein; der gegen die „eigene“ Ethnie.

In den USA werden etwa 10mal mehr Menschen von der Polizei erschossen als relativ in Deutschland / Europa. In der Mehrzahl übrigens immer noch Weiße, in diesem Fall ohne Aufschrei. In die Medien schaffen es die 5 oder 6 Fälle, wo klar wird, dass eine bessere Ausbildung der Polizei ebenso nötig wäre wie ein Kampf gegen illegale Waffen, welche auch in den USA mehrheitlich für Verbrechen herangezogen werden. Wo jeder Einbrecher eine Pistole hat, ist ein Polizist anders unterwegs als bei uns, das dürfte klar sein.

Völlig absurd wird es, wenn BLM-Aktivisten eine Art Lynchtradition der US-Polizei erfinden, die sich angeblich aus sklavenjagenden Milizen gebildet hat. Schon putzig, schwarze Cops als Lynchmob. Richtig irre wird es, wenn diese Verhältnisse dann noch auf Deutschland projeziert werden, wo es definitiv KEINE ähnlichen Vorfälle gibt und insbesondere schwere Gewaltkriminalität relativ um den Faktor 5 oder  6 häufiger von Migranten verübt wird.

Fakten spielen schon lange keine Rolle mehr, das Feindbild Polizei scheint leichter zu kultivieren zu sein als das Feindbild Kriminalität. Wir werden zügig sehen, wohin das führt.