Nachdem die CDU gestern noch mit der Quasi-Nominierung von Armin Laschet den möglichen Oppositionsführer der Zukunft festgelegt hat, wenden wir uns der kampflosen Siegerin, Frau Baerbock von den Grünen zu.

Diese hat, wie viele Kollegen, außer einem jenseits der Parteimühle eher wenig geschätztem Studium nicht wirklich viel zu bieten, was sich auf „Kanzlerin“ reimt. Was ihr sehr offensichtlich fehlt, schreiben ihr aber gefällige Medien wie die ehemals konservative FAZ zu:

Sie gilt nicht nur dort als fachlich gut aufgestellt, als eine Frau, die mit tiefen Kenntnissen zu überraschen weiß. Nun, die journalistische Begeisterung für alles Grüne / Linke ist lange bekannt, aber die intellektuellen Totalaussetzer a la „Kobold“ und dem perfekt ausgerechneten, energiespeicherndem Netz wären nun wirklich geeignet, sehr vieles in Frage zu stellen.

Aber: Man tut es nicht – und DAS ist das große Plus einer Frau, die Höchstleistungen eher im Trampolinspringen brachte. Kein Polittalk, in welchem sie keine Bühne bekommt, aber auch keine, in welcher man ihre offenkundigen Schwächen mal etwas kitzelt. Das würde dann exakt so ausgehen, wie es Markus Lanz genussvoll bei Frau Hennig-Welsow getan hat.

Frau Baerbock ist allerdings auch nicht eine so wirre Person wie Claudia Roth, sie vermeidet die prollende Dumpfheit einer Renate Künast und die bereits pathologischen Wutausbrüche eines Hofreiters, wirkt sympathisch, ist es vielleicht.

Obwohl sie sich eigentlich, wie die Kanzlerin, selten konkret äußert, weiß doch jeder, was sie will: Unzählige Stiftungen, Bündnisse, NGOs und Vereine schreien, teils mit Schaum vor dem Mund: Wir wollen unbegrenzte Zuwanderung, Quote statt Leistung, höherer Steuern für Leistungsträger, mehr Geld für Leistungsverweigerer, staatliche Bevormundung und Zensur. So steht es ja auch recht unverblümt im Programm der Grünen.

Baebocks große Stärke: Sie vermittelt den Eindruck, dass das alles ja nur missverstanden wird, vor allem aber gar nichts mit ihr zu tun hat.

Das braucht eine Wählerschaft, die vermutlich unter anderen Umständen auch begeisterte Scientologen wären. Die grüne Wählerschaft ist tatsächlich sehr divers und heterogen. An einer Stelle aber völlig homogen: Bei der selektiven Ausblendung klarer Realitäten, die am grünen Traum rütteln.

Übrigens, nur möglich, weil eine CDU schon lange sehr ähnlich tickt und ideologische Verwandte nicht mehr attackiert.