Diana Milbrath – Zensur bei Facebook

Tiramo – Akademie & Consulting

Hallo liebes Facebook,

wir zwei haben ein Problem miteinander. Oder auch zwei, drei. Gestern hast du mir mitgeteilt, dass unten stehender Beitrag von mir „entfernt“ wurde. Du warst sehr freundlich (weil ich Ersttäterin bin?) und hast sogar zu meinen Gunsten angenommen, dass ich deine „Gemeinschaftsstandards“ vielleicht nicht kenne.

Da könntest du sogar richtig liegen, denn ich habe in der Vergangenheit wiederholt Beiträge gemeldet, in den zu Mord/Gewalt an AfDlern, „Rechten“ allgemein und an Juden aufgerufen wurde, und jedes Mal hast du mich wissen lassen, dass du zwar Verständnis hast, dass diese Äußerungen mich kränken (oder so ähnlich), dass hier jedoch kein Verstoß gegen deine Gemeinschaftsstandards vorläge.

Bei meinem entfernten Beitrag war nicht der verlinkte Artikel das Problem (es war ein Bericht aus dem „Westen“ über den Afghanen, der das 15jährige Mädchen erstochen hat), sondern mein einleitender Kommentar dazu.

Jetzt frage ich mich zuerst: Wer hat mich bei dir verpetzt? Einer meiner „Freunde“? Wenn ja – warum, lieber unbekannter Freund, hast du mich denn nicht persönlich deine Sicht der Dinge wissen lassen? Warum hast du nicht, für die Öffentlichkeit sichtbar und damit auch nachvollziehbar, begründet, warum du meinen Text für einen Verstoß gegen Facebooks Standards hältst? An meine Einsicht appelliert, den Text zu verändern? Vielleicht deshalb, weil es dir an Argumenten fehlt? Weil du nie gelernt hast, Ansichten zu begründen, sondern darauf angewiesen bist, dass andere deinen Willen für dich exekutieren? Nun, wie auch immer, jetzt kannst du das ja nachholen. Das Bild ist ein Screenshot des beanstandeten Kommentars.

Zurück zu dir, Facebook. Du entfernst also Beiträge, die Menschen aufgrund ihrer „Rasse, Ethnizität, nationalen Herkunft, Religionszugehörigkeit, sexuellen Orientierung, Geschlechtsidentität oder Behinderung angreifen“.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Hm.

Erstens: Meines Wissens gibt es weder die Rasse noch die Ethnizität noch die nationale Herkunft, die Religion, das Geschlecht, die sexuelle Orientierung oder gar die Behinderung der „Eingewanderten“.

Zweitens: Worin bestand denn mein „Angriff“? In meiner Warnung, dass bei diesen Kulturen das Messer locker sitzt? Das, liebes Facebook, ist kein „Angriff“, sondern eine bedauernswerte Tatsache.

Nachlesen kann man das u.a. hier:

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/messer-kriminalitaet-nimmt-weiter-zu/

Oder hier:

http://www.deutschlandfunkkultur.de/pakistan-ist-fuer-frauen-das-toedlichste-land-der-welt.950.de.html?dram:article_id=135288

Ist in deinen Augen das Benennen von Tatsachen also ein Angriff? Menschen mit der Tendenz, andere Menschen zu erstechen, als Menschen zu bezeichnen, die die Tendenz haben, andere zu erstechen, ist ein ANGRIFF? Wenn das dein Ernst ist, muss ich zugeben, dass ich deine „Gemeinschaftsstandards“ wirklich nicht verstehe.

Drittens: Aus den von dir entfernten Worten geht eindeutig hervor, dass ich niemanden „angreife“ sondern versuche, Menschen zu warnen. Wenn man unterschiedlichste Menschen gleich behandelt, weil man glaubt, alle Menschen seien gleich, dann geht das zuweilen tödlich aus. Um zukünftige Morde aus „kulturellen Missverständnissen“ heraus zu vermeiden, ist es dringend erforderlich, die kulturellen Unterschiede schnellstmöglich breitflächig zur Kenntnis zu nehmen. Wenn aber Institutionen wie du, liebes Facebook, gerade das erfolgreich verhindern, dann musst auch du dir den Vorwurf gefallen lassen, an jedem weiteren Tod aus „kulturellem Missverständnis“ mitschuldig zu sein.

Da du deine Löschungen und Sperrungen nicht begründen musst, wirst du das natürlich auch in diesem Fall nicht tun. Ich habe mich mit jetzigen Beitrag darüber hinaus als uneinsichtige Täterin erwiesen. Das übliche Prozedere dürfte jetzt also eine Sperre für mich sein, falls mein unbekannter Freund wieder mitliest.

Tu also einfach, was du nicht lassen kannst. Ich könnte Urlaub von dir ganz gut gebrauchen, denn eins möchte ich klarstellen: Ich treibe mich hier wirklich nicht aus Vergnügen herum, sondern aus Pflichtgefühl.

In diesem Sinne wünsche ich dir ein besseres neues Jahr, als dein altes es war.

Mach‘s gut.