Erik Kothny und Eintracht Frankfurt

Tiramo – Akademie & Consulting

Erik Kothny 131/9, Moo 5, Soi 12, 29.12.2107

OFFENER BRIEF

Weil Ihr Interview auch öffentlich war

An den Präsidenten der

Frankfurter Eintracht

Herrn Peter Fischer via E – Mail info@eintracht-frankfurt.de

Mörfelder Landstraße 362

60528 Frankfurt

Betrifft Ihre Aussage zur AfD

Sehr geehrter Herr Fischer

Ich habe AfD gewählt.

Ich bin, wie Sie, gegen Rassismus.

Ich halte ihre Aussage gegen die AfD für grundlegend falsch und dazu geeignet, dem von Ex – Bundespräsident Gauck eingeleiteten Spaltungsprozess, der Deutschland in hell und dunkel teilte, zu vertiefen. Ihre Aussage ist ein politischer Missbrauch des Sports.

Begründung: Sport soll verbinden – Religionen, Rassen, Nationen…. Und nicht spalten. Eine Pauschalaussage, wie Sie sie getroffen haben, ist unhaltbar und demokratiefeindlich: Sie hatten in einem Interview gem. FAZ vom 28. Dezember 2017 gesagt:

’’Ich traue niemandem mehr in diesem Land, wenn Nationalpopulisten 13 Prozent der Stimmen bekommen können. Ich werde auf der Mitgliederversammlung eine deutliche Position beziehen, dass es sich mit unserer Satzung nicht verträgt, AfD zu wählen. Es kann niemand bei uns Mitglied sein, der diese Partei wählt, in der es rassistische und menschenverachtende Tendenzen gibt.’’

Einem AfD – Wähler grundsätzlich zu unterstellen, Nationalpolpulist1) zu sein, ist eine Ungeheuerlichkeit. Ich bin z.B. Oberhaupt einer rassisch gemischten Familie. Einer meiner beiden asiatischen Adoptivsöhne wurde 7 mal deutscher Meister im Säbelfechten, Europameister, zwei mal Weltmeister und holte 2 Olympiamedaillen in Sydney. Nach Rückkehr in sein Geburtsland wurde er 7 mal thailändischer Meister und zwei mal Asienmeister. Mein Sohn und ich haben nach dem Tsunami 2004 fünfzig Häuser eines Fischerdorf der Morgans (aus Indien stammende Seezigeuner) im Süden Thailands mit deutschen Spendengeldern aufgebaut.

Und Sie unterstellen mir Nationalpopulist zu sein, nur weil ich AfD gewählt habe ! Hallo ? Ich nenne das Frechheit und Arroganz.

Es gibt genug andere Gruende, AfD zu waehlen.

Zum Beispiel, einer Kanzlerin, endlich eine Opposition in den Parlamenten entgegenzusetzen. Sie hat nach Auffassung von Verfassungsrechtlern Scholz, Di Fabio, Bertrams, ja sogar des ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Hans-Jürgen Papier 2) u.a. das Grundgesetz mehrfach gebrochen.

Opposition im Bundestag: Fehlanzeige.

Ähnlich, die gesetzeswidrige Situation bei der Griechenlandhilfe.

Opposition Fehlanzeige.

Das alleine ist schon Grund genug genug, trotz mancher Bedenken, AfD zu waehlen. Die Auftritte dieser Partei im Bundestag waren bisher durch die Bank fundiert und zeugten von Sachkenntnis. Die Begleiterscheinungen am Rande sollten zwar grundsätzlich im Auge behalten werden, rechtfertigen aber nicht zu einer Diffamierung, wie Sie sie angezettelt haben.

Selbst Ihre Begründung, in der Partei gäbe es ’’rassistische und menschenverachtende Tendenzen’’, ist fadenscheinig. Einige solcher Auswüchse habe ich sogar auf meiner facebookseite ganz konkret angeprangert, reichen aber nicht zu einer verfassungsrechtlich bedenklichen Ausgrenzung von Mitgliedern einer demokratisch legitimierten Partei.

Im Umkehrschluss, müsste man dann nicht auch die Frankfurter Eintracht ausgrenzen, mit ihrer international bekannten, gewaltbereiten Hooligan- und Ultrascene?3) Berichte, auch in englischer Sprache zwischen 2014 und 2017 zeugen von einer traurige Bilanz rassistischer und menschenverachtender Tendenzen von England bis Russland bei manchen Mitgliedern und Menschen im Dunstkreis ihrer Eintracht.

Uli Hoeness hatte sich ebenso unqualifiziert, wie Sie, gegen die AfD positioniert. Obwohl seit den 60er Jahren Bayern Fan, bin ich aus dem Verein ausgetreten, weil Sport niemals politisiert werden darf. Die Saudis im Schach und die Iraner im Ringen sind bestes Beispiel für eine untragbare Politisierung des Sports, von den Nazis und SED Regime gar nicht zu reden.

Sport ist für alle da: Schwarze, Weiße und Gelbe, Moslems, Christen und Buddhisten, Akademiker und Analphabeten, AfDler und Kommunisten……

Wer den Sport aber politisch missbraucht, ist als Vereins-Funktionär untragbar, noch dazu wenn man, wie Sie, mit einem Auge auf ein politisches Mandat schielt.

Mit freundlichen Grüssen

Erik Kothny

Quellen

1)

http://www.faz.net/aktuell/rhein-main/eintracht-praesident-fischer-wer-afd-waehlt-kann-bei-uns-kein-mitglied-sein-15360829.html?printPagedArticle=true#pageIndex_0

2)

https://www.tichyseinblick.de/meinungen/drei-verfassungsrichter-gegen-merkel-warum-ist-sie-noch-im-amt/

3)

http://www.fnp.de/nachrichten/politik/Frankfurter-Szene-zaehlt-zu-der-haertesten;art673,1100256 und andere