Eine gespaltene Gemeinde in Sachsen

Tiramo – Akademie & Consulting

Es ist keine Frage, dass zum Zeitpunkt der Aktion gegen den irakischen „Flüchtling“ der Verdacht der Illegalität vorgelegen hat. Jeder der dies nicht so sieht, ist – mit Verlaub – ein Idiot. Gewalt darf, sofern sie nicht durch die Rechtsprechung legitimiert wird, niemals eine Lösung sein.

Der Prozess ist (aus welchen Gründen auch immer) eingestellt worden, ein rechtskräftiges Urteil gegen die „Nichttäter“ liegt daher nicht vor.

Damit sollte das Agieren der handelnden Personen nur moralisch bewertet werden – siehe einleitenden Kommentar.

Interessant ist die Darstellung des Sachverhaltes in der Süddeutschen Zeitung. Sie spricht von einer „gespaltenen Gemeinde in Sachsen“, teilt hierdurch die Bevölkerung in zwei Bereiche. Es ist davon auszugehen, dass in den „rechten“ und „normalen“ politischen Spektrum der Bevölkerung differiert werden soll.

Über der einleitenden Überschrift findet sich der Bezug zum Rechtsextremismus.

Die vier Personen, die als Täter verdächtigt wurden, werden in dem Artikel wie folgt beschrieben:

  • Zwei von vier sind Mitglieder eines Rockerr Clubs (automatisch rechtsextrem?).
  • Einer postet auf Facebook Beiträge der (rechtsextremen) „Identitäten Bewegung“ (automatisch rechtsextrem?).
  • Einer kommt aus dem Ort Fischbach (also….automatisch rechtsextrem?).
  • Einer gehört dem CDU – Gemeinderat an (verwirrend, also…..automatisch rechtsextrem?).

Spannend ist besonders der Verweis auf „Fischbach“, so dass der Wohnort bereits als Indikator für die politische Zuordnung sein kann.

Es stellt sich im Übrigen die Frage nach der „Einreise“ des irakischen „Flüchtlings“. Über welchen Weg ist er nach Deutschland gekommen?

Man kann davon ausgehen, dass er über einen der durch GG 16 definierten Staaten in die Bundesrepublik gekommen ist. Daraus könnte man eine Bewertung seines Rechtsstatus in Bezug auf seinen Aufenthalt vornehmen.

Die rein rhetorische Frage (ohne jegliche Bewertung) sei erlaubt: Hätte die Bundesrepublik Deutschland ihren Auftrag nach einer Grenzsicherung korrekt durchgeführt, würde diese Person vermutlich nicht in Sachsen sein.

Gespaltener Ort in Sachsen (Süddeutsche Zeitung)