Das Spiel mit Zahlen

Tiramo – Akademie & Consulting

Viel zu leicht  werden Zahlen zu Standarten der eigenen Meinungsbildung und  im Sturm der heutigen Informationsflut als allein richtungsweisend vorweg getragen.

Man vergisst dabei sehr oft, dass es nötig ist,  hinter die Zahlen zu sehen, sie hinterfragen und interpretieren muss….

 

Quelle: FAZ

 

Zahlen sind nichts mehr als Zeichen, die einen bestimmten Zweck bedingen sollen oder müssen.

Ihre manipulierende Wirkung erlangen die hilflosen Zeichen besonders dann, wenn sie in einer Abhängigkeit  zu aktuellen Themen stehen, die eine vorherrschende „Meinung“ bestätigen sollen.

In der oben aufgeführten Grafik wird eine Vermögensverteilung im Euroraum aufgeführt.

Vorausgesetzt, die Werte sind korrekt, ergeben sich folgende Kritikpunkte:

1. Es erden nur direkte, monetäre und materielle Werte aufgeführt.

2. Es wird manipulierend, vergessen, dass es auch andere – indirekte – Errungenschaften gibt, die erst im späteren Lebensabschnitt Relevanz finden.

Ich denke hier beispielsweise an Rentenansprüche und Pensionen, auch wenn diese oft nicht ausreichend sind.

3. Die Gesellschaftsstruktur von Deutschland unterscheidet sich von vielen anderen Staaten. In unserer Heimat leben viel mehr Menschen ohne Partner/-in, so dass die Kostenstruktur für die Alleinlebenden eine andere ist, die Vermögensbildung erschwert wird.

Es gibt noch weitere Ansatzpunkte, solche Grafiken, Tabellen oder auch Berichte zu analysieren.

Abschließend sollte jedem Leser oder jeder Leserin klar werden, dass man immer hinter die Zahlen sehen muss.