Achtung: Warnung vor mir.

Tiramo – Akademie & Consulting

Da ich offenbar eine Gefahr für die öffentliche Ordnung darstelle, komme ich meiner Bürgerpflicht nach und möchte euch vor mir warnen.
Ich bin mittlerweile gesperrt bei: taz, WAZ, SPD, Grüne, Die Linke… 
Zu erwähnen ist, dass ich auf Parteiseiten, wenn überhaupt, nur sehr vorsichtig kommentiere. Wer mich kennt, der weiß , dass ich durchaus in der Lage bin, mich adäquat auszudrücken. Außerdem bekommen „links“ und „rechts“ hübsch gleichmäßig von mir auf die „Fresse“, wenn ich der Meinung bin, dass sie Unsinn verbreiten.

Es ist interessant, wie Menschen, die sich als politisch „links“ bezeichnen Gewalt gegen andersdenkende rechtfertigen.
Die Rechtfertigung offenbart die Gefährlichkeit, die von diesen Leuten ausgeht. Anlass dieser Zeilen, die ich im Jahre 2015 in die Tastatur hämmerte, war ein schriftlicher Meinungsaustausch mit einem nicht unbedeutenden Mitglied der Partei „Die Linke“.
Diesem Mann stellte ich im Verlauf des Gedankenaustausches die Frage, wie er denn politisch „links“ und politisch „rechts“ definiere.
Ich erwartete nun eine politisch, historisch oder soziologisch fundierte Antwort, welche ich ihm durchaus, aufgrund der vorangegangenen Zeilen zutraute.
Es kam jedoch anders (Zitat) “ Links bedeutet menschlich sein, rechts bedeutet ein Verbrecher sein.“ Für einen intelligenten und wortgewandten Menschen wie ihn war die Antwort unwürdig und sich selbst herabwürdigend.
Diese Antwort bedeutet, dass alle Menschen, die nicht seiner Vorstellung von einer „linken“ politische Einstellung folgen, rechts sind und somit als Verbrecher gelten. Verbrecher aber müssen bestraft werden. Hier ist dann nur noch über das Strafmaß zu entscheiden.
Es ist absolut unverständlich, dass sich ein Mensch, der sich selber als links=menschlich bezeichnet, ohne Skrupel eine solche Meinung äußert. Wenn schon ein intelligenter und redegewandter Mensch wie dieser „Linke=Menschenfreund“ in eine derartige undemokratische und menschenverachtende Argumentation verfällt, wie muss es dann erst in den Köpfen der schlichter gestrickten Anhänger dieser „Glaubensrichtung“ aussehen?
Schlimmer noch, wenn das in der Denke dieser Neu-Linken verankert ist, dann ist ein konstruktiver Dialog ausgeschlossen. Politisch links zu sein, ist „in“.
Wer es nicht ist oder sich zumindest so bezeichnet, der outet sich als Unmensch. Ich definiere das allerdings etwas anders. Links zu sein, das steht mittlerweile sehr oft für mega-empfindlich, lernresistent, diskussionsunfähig, intolerant gegenüber anderen Überzeugungen, weltfremd und immer häufiger leider auch für politisch klottendösig.
Der moderne Linksintellektuelle ist zur billigsten aller Systemhuren verkommen. Selbstgerecht, den moralischen Zeigefinger erigiert und mit verklärtem Blick, suhlt er sich in seiner Hirnwichse und empfindet diese ekelerregende Vorstellung auch noch als ästhetisch und als geistige Bereicherung für unsere Gesellschaft.
Ich gebe es ja zu, bis vor ein paar Jahren war ich als damals treuer SPD – Anhänger ziemlich angepisst, wenn mich jemand nicht als „Linken“ einschubladiziert hat.
Heute überfällt mich dagegen das Bedürfnis, jedem spontan auf die Fresse zu hauen, der mich politisch dort verortet, denn ich empfinde es als Beleidigung.
Politisch links, das ist heutzutage der Feldzug der politisch Wahnsinnigen gegen die Ratio.
Und fast alle machen mit. Ob aus Stumpfsinn, weil sie moralischen Druck verspüren oder aus Überzeugung ist dabei unerheblich. 
Politiker wie Frau Merkel und andere forcieren und bedienen sich dieser geistlosen Entzückung um sie linkisch für ihre Zwecke zu nutzen.

Für mich habe ich den einzig möglichen Weg gefunden, in dem ich mich weigere in einem links/rechts Schema zu denken. Es geht um Vernunft und Unvernunft, Renitenz und Mitläufertum, Menschenverstand und Traumtänzerei, Sinn und Unsinn.
So gut wie jeder, der sich politisch äußert wird heutzutage schon mal gerne als politisch rechts bezeichnet, wenn er es wagt, dem Mainstream zu trotzen. Mich tangiert dies peripher.
Die klassischen Schubladen funktionieren nur noch, um damit den Abweichlern zur Sanktionierung die Finger einzuklemmen . Aber vielleicht hat diese Entwicklung ja auch etwas Gutes.
Sie motiviert dazu, wieder selbstständig politisch zu denken und nicht irgendwelche Ideologien als einzige politische Heimat zu betrachten. Wenn man ernsthaft über Lösungsansätze für die großen gesellschaftlichen und politischen Probleme diskutieren möchte, sollte man den ideologischen Wettkampf außer Acht lassen.

Tabus sind hinderlich. Wir erleben gerade eine Zeitenwende und es bedarf innovativer und neuer Gedankengänge.

Mir gehen die „Chefideologen“ von links und von rechts mit ihren vorgefertigten Lösungsbausteinen, die garantiert alle schon mal versagt haben, und ihrem endlosen Wiederholen von irgendwelchen dümmlichen Schlagworten und Phrasen nur noch mächtig auf den Sack. Schönen Sonntag – MiWi.